Ratgeber

QR-Code-Speisekarte erstellen: So geht's Schritt für Schritt

So entsteht eine Speisekarte, die Gäste per QR-Code am Smartphone öffnen – selbst gemacht mit PDF und QR-Generator oder mit einem Anbieter. Dazu die typischen Fallen, die Sie vor dem Drucken kennen sollten.

Von Marcel Schönfelder · Stand: 28.09.2026

Wie eine QR-Code-Speisekarte funktioniert

Ein QR-Code ist ein gedrucktes Quadrat aus dunklen und hellen Kästchen, in dem eine Internetadresse steckt. Der Gast richtet die Kamera seines Smartphones darauf, das Handy erkennt die Adresse und öffnet sie im Browser. Die meisten aktuellen Smartphones können das mit der normalen Kamera-App, ohne Zusatz-App.

Hinter der Adresse liegt Ihre Speisekarte. Das kann eine PDF-Datei sein oder eine Web-Karte, die für Smartphones gebaut ist. Der QR-Code selbst enthält nur den Weg dorthin. Wie gut die Karte am Handy lesbar ist und wie leicht Sie sie aktuell halten, entscheidet also die Seite hinter dem Code. Welche Varianten es gibt und warum dafür keine App nötig ist, vergleicht der Ratgeber Digitale Speisekarte: App, Web-Karte oder PDF.

Schritt für Schritt selbst erstellen

So entsteht eine einfache QR-Code-Speisekarte mit Bordmitteln, also mit PDF-Datei und kostenlosem QR-Code-Generator:

  1. Karte vorbereiten: Bringen Sie Gerichte, Preise, Allergene und Zusatzstoffe auf den aktuellen Stand. Hinweise zu Aufbau, Beschreibungen und Kennzeichnung finden Sie im Ratgeber Speisekarte gestalten.
  2. Als PDF speichern: Exportieren Sie die Karte aus Ihrem Schreib- oder Grafikprogramm als PDF. Wählen Sie eine große Schrift und ein schmales, hohes Seitenformat statt A4 quer, damit die Karte am Handy lesbar bleibt. Verkleinern Sie Fotos, damit die Datei schnell lädt.
  3. Online stellen: Legen Sie die Datei auf Ihre eigene Website oder an einen Speicherort, der dauerhaft unter derselben Adresse erreichbar ist. Notieren Sie die genaue Adresse.
  4. QR-Code erzeugen: Geben Sie die Adresse in einen QR-Code-Generator ein. Prüfen Sie dabei, ob er einen statischen oder einen dynamischen Code erzeugt (dazu der nächste Abschnitt), und laden Sie den Code als Grafik in hoher Auflösung herunter.
  5. Testen: Scannen Sie den Code mit mehreren Smartphones, mit iPhone und Android, bei Tageslicht und bei der Abendbeleuchtung am Tisch. Öffnen Sie die Karte dabei auch einmal über mobile Daten statt über Ihr WLAN.
  6. Drucken und aufstellen: Setzen Sie den Code auf Tischaufsteller, Aufkleber oder ein Schild am Eingang. Ein kurzer Satz daneben hilft, zum Beispiel „Speisekarte: einfach mit der Handykamera scannen“.
  7. Aktuell halten: Jede Preisänderung bedeutet eine neue PDF-Datei. Ersetzen Sie die alte Datei so, dass die Adresse gleich bleibt – sonst führt der gedruckte Code ins Leere oder weiter zur alten Karte.

Statischer oder dynamischer QR-Code?

Ein statischer QR-Code enthält die Zieladresse direkt. Er braucht keine Zwischenstation, funktioniert, solange die Adresse existiert, und ist bei Generatoren in der Regel kostenlos. Das Ziel lässt sich nachträglich nicht ändern: Wer eine neue Adresse braucht, muss einen neuen Code drucken.

Ein dynamischer QR-Code enthält eine Kurzadresse des Generator-Dienstes, der den Gast an das eigentliche Ziel weiterleitet. Dieses Ziel können Sie im Konto des Dienstes ändern, ohne neu zu drucken; manche Dienste zeigen außerdem Scan-Statistiken. Der Code funktioniert aber nur, solange der Dienst die Weiterleitung betreibt.

Genau hier liegt die Falle: Dynamische Codes sind oft nur für eine Testphase kostenlos und danach kostenpflichtig oder werden abgeschaltet. Dann landen Ihre Gäste auf einer Fehler- oder Hinweisseite des Dienstes, und alle gedruckten Aufsteller sind unbrauchbar. Lesen Sie deshalb vorher die Bedingungen: Wie lange ist der Code kostenlos, was kostet er danach, und was passiert nach einer Kündigung?

Beide Arten haben ihre Berechtigung. Ein statischer Code auf eine Adresse, die dauerhaft bestehen bleibt, macht Sie am wenigsten von einem Generator abhängig. Ob die Karte aktuell ist, entscheidet dann allein die Seite dahinter.

QR-Code richtig platzieren und drucken

  • Größe: Ein zu kleiner Code lässt sich schlecht scannen, besonders bei wenig Licht. Als grobe Faustregel gilt: Der Scan-Abstand sollte nicht mehr als etwa das Zehnfache der Kantenlänge betragen. Auf dem Tisch reichen damit wenige Zentimeter, an Tür oder Wand muss der Code deutlich größer sein. Testen Sie jede Größe vor dem Druck mit mehreren Handys.
  • Kontrast: Am sichersten sind dunkle Kästchen auf hellem Grund. Helle Codes auf dunklem Hintergrund, Farbverläufe oder blasse Hausfarben erkennen manche Kameras schlecht. Glänzende Folie spiegelt unter Lampen, eine matte Oberfläche ist am Tisch meist die bessere Wahl.
  • Ruhezone: Lassen Sie rund um den Code einen hellen, freien Rand. Text, Rahmen oder Muster direkt am Code stören die Erkennung. Als Faustregel sollte der Rand mindestens so breit sein wie vier der kleinen Kästchen.
  • Tischaufsteller: Ein Code auf jedem Tisch erspart den Gästen die Suche. Stellen Sie den Aufsteller so, dass Gläser und Teller ihn nicht verdecken und die Deckenlampe nicht darauf spiegelt.
  • Eingang und Schaufenster: Ein größerer Code an Tür oder Fenster zeigt Ihre Karte schon vor dem Betreten, etwa für Laufkundschaft am Foodtruck oder an der Eisdiele. Hängen Sie ihn in Augenhöhe und so, dass niemand gegen die Sonne scannen muss.
  • Eigener Code je Kategorie: In der Bar oder im Biergarten kann ein eigener Code direkt zu den Getränken führen, auf der Terrasse einer zu den Desserts. Wie Sie Getränke digital sinnvoll ordnen, zeigt der Ratgeber Digitale Getränkekarte.
  • Regelmäßig nachsehen: Prüfen Sie ab und zu, ob jemand einen fremden Code über Ihren geklebt hat. Die Verbraucherzentrale warnt allgemein vor überklebten QR-Codes, etwa an Parkautomaten und Ladesäulen, die auf gefälschte Seiten führen.

Häufige Fehler bei QR-Code-Speisekarten

  • Der dynamische Code läuft ab: Die kostenlose Testphase endet, der Code wird abgeschaltet oder kostenpflichtig – und die gedruckten Aufsteller führen ins Leere.
  • Das PDF ist am Handy schlecht lesbar: Eine A4-Karte mit kleiner Schrift zwingt Gäste zum Zoomen und Schieben. Große Dateien mit vielen Fotos laden im Mobilfunknetz lange.
  • Die Karte ist veraltet: Die Preise im PDF stimmen nicht mehr, ein Gericht gibt es längst nicht mehr. Das führt zu Rückfragen und Ärger beim Bezahlen. Wer ein neues PDF unter einer neuen Adresse ablegt, hat plötzlich zwei Karten im Umlauf.
  • Der Code ist zu klein oder zu kontrastarm: Ein Code in der Ecke eines Flyers, in Hausfarbe auf dunklem Grund oder ohne freien Rand wird oft nicht erkannt.
  • Es wurde nicht getestet: Ein Tippfehler in der Adresse fällt sonst erst auf, wenn alle Aufsteller gedruckt sind.
  • Der Code führt nach Vertragsende ins Leere: Zeigt der QR-Code auf die Adresse eines Anbieters, ist die Karte nach dem Vertragsende in der Regel nicht mehr erreichbar. Klären Sie vorher, was mit Code und Inhalten passiert.

Hinweis: Auch bei Speisekarte OnQR wird die Karte nach Vertragsende abgeschaltet, der QR-Code führt dann nicht mehr zu Ihrer Karte. Nehmen Sie gedruckte Codes deshalb nach einer Kündigung von den Tischen. Auf Wunsch exportieren wir Ihre Inhalte vor Vertragsende.

Selbst machen oder machen lassen?

PunktSelbst: PDF und GeneratorMit Anbieter: Web-Karte
Kostengering, eventuell Gebühren für einen dynamischen Codemonatlicher Beitrag
Aufwand am AnfangKarte gestalten, PDF erstellen, hochladen, Code erzeugen und testenInhalte liefern, der Anbieter richtet ein
Lesbarkeit am Handyhängt vom PDF ab, oft Zoomen nötigfür Smartphones gebaut
Änderungenneues PDF erstellen und austauschenim Pflegebereich ändern und veröffentlichen
Allergene und Sprachenvon Hand im PDF, je Sprache eine eigene Dateiam Gericht gekennzeichnet, Sprachwechsel auf der Karte (je nach Anbieter)
Nach dem Endeläuft weiter, solange Datei, Adresse und Code bestehenKarte wird beim Anbieter meist abgeschaltet

Selbst machen lohnt sich, wenn Ihre Karte kurz ist und sich selten ändert, etwa im kleinen Imbiss. Ändern sich Preise und Gerichte häufig, oder möchten Sie Allergene am Gericht und mehrere Sprachen anbieten, nimmt Ihnen ein Anbieter viel Handarbeit ab.

So läuft es bei Speisekarte OnQR

Speisekarte OnQR ist eine Web-Karte, die Ihre Gäste per QR-Code im Browser öffnen, ohne App und ohne Anmeldung. Sie liefern Ihre Karte mit Preisen als PDF, Excel-Datei oder Foto, dazu die Allergene und Zusatzstoffe je Gericht, Ihr Logo und auf Wunsch Bilder. Wir richten die Karte ein, Sie geben den Prototyp frei, und nach einer Testphase geht sie online – in der Regel 5–7 Arbeitstage, nachdem alle Inhalte vorliegen.

Den QR-Code drucken Sie im Pflegebereich aus, auf Wunsch je Kategorie. Er führt direkt zu Ihrer Karte unter einer Subdomain von uns. Wenn Sie Preise oder Gerichte ändern, klicken Sie auf „Veröffentlichen“ – der gedruckte Code bleibt derselbe. Ein Logo in der Mitte des QR-Codes unterstützen wir nicht.

Fertige QR-Tischaufsteller gibt es für 9,99 € pro Stück inkl. MwSt., Versand laut Angebot, auf Anfrage per E-Mail; im Ultimate-Paket sind 5 enthalten. Betriebe in Dresden können nach Absprache einen Termin vor Ort vereinbaren. In Leipzig, Chemnitz und anderswo betreuen wir Sie per Telefon, E-Mail und über den Pflegebereich.

Die Pakete kosten 37,99 €, 59,99 € oder 99,99 € im Monat – Endpreise inkl. MwSt., ohne Mindestlaufzeit, kündbar mit einem Monat zum Monatsende, nur für Gewerbe; es gelten unsere AGB. Was in welchem Paket enthalten ist, sehen Sie im Vergleich der Pakete.

Preise

Drei Pakete, eine Lösung.

Standard
37,99 €/Monat
Für kleine Restaurants & Cafés.
  • Einrichtung + Design
  • Bis zu 50 Speisen & Getränke
  • QR-Code generiert
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Ultimate
99,99 €/Monat
Mehrsprachig + Tischaufsteller.
  • Alles aus Professional
  • Unbegrenzte Sprachen
  • 5 QR-Tischaufsteller inklusive
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Alle Preise sind Endpreise inkl. MwSt. und werden monatlich im Voraus über Stripe abgerechnet. Ohne Mindestlaufzeit, kündbar mit einer Frist von einem Monat zum Monatsende. Die Pakete richten sich ausschließlich an Gastronomie- und andere Gewerbebetriebe, nicht an Verbraucher. Es gelten unsere AGB.

FAQ

Häufige Fragen zum Thema.

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