Ratgeber

Digitale Getränkekarte für Bar, Café und Kneipe

Wie Sie Ihre Getränkekarte sinnvoll gliedern, Mengen und Preise eindeutig angeben und bei wechselndem Angebot aktuell halten – und was eine digitale Karte leistet und was nicht.

Von Marcel Schönfelder · Stand: 28.09.2026

Was eine gute Getränkekarte leisten muss

Eine Getränkekarte hat eine einfache Aufgabe: Der Gast soll schnell finden, was er trinken möchte, und vor der Bestellung wissen, was er bekommt und was es kostet. Dafür braucht es eine klare Gliederung, eindeutige Mengen und Endpreise sowie ein Angebot, das mit dem übereinstimmt, was hinter der Theke tatsächlich verfügbar ist.

Je nach Betrieb verschiebt sich der Schwerpunkt. In der Bar stehen Cocktails und Spirituosen im Mittelpunkt, im Café Kaffeespezialitäten und Tee, in der Kneipe Bier vom Fass, offene Weine und Longdrinks. Dieser Ratgeber gilt für alle drei. Wie das speziell für Bars aussieht, zeigt die Seite digitale Getränkekarte für Bars, für Cafés die Seite digitale Karte fürs Café.

Aufbau: Kategorien und Reihenfolge

Gäste lesen eine Getränkekarte selten von vorn bis hinten. Sie springen in die Rubrik, die sie interessiert. Gute Kategorien orientieren sich deshalb an der Frage, die sich der Gast stellt: Möchte ich ein Bier, einen Wein, einen Cocktail oder etwas ohne Alkohol?

Bewährte Gliederung nach Betriebsart

  • Bar: Signature-Drinks, klassische Cocktails, Longdrinks, alkoholfreie Drinks, Spirituosen nach Sorte (Gin, Rum, Whisky), Bier, Wein und Sekt, Softdrinks.
  • Café: Kaffee und Espresso-Spezialitäten, Tee, Schokolade, kalte Getränke, Säfte und Limonaden, dazu Wein, Sekt und Aperitifs, falls angeboten.
  • Kneipe: Bier vom Fass, Flaschenbier, offene Weine, Longdrinks, Kurze, alkoholfreie Getränke und warme Getränke.

Innerhalb einer Kategorie hilft eine nachvollziehbare Ordnung: bei Wein etwa weiß, rosé, rot, bei Spirituosen nach Sorte und dann nach Herkunft. Eigene Kreationen gehören nach oben, weil sie das sind, was Ihren Betrieb von anderen unterscheidet. Alkoholfreie Getränke verdienen eine eigene, gut sichtbare Kategorie und kein Versteck am Ende der Karte.

Beschreibungen halten Sie kurz. Bei Cocktails genügen die Hauptzutaten und ein Hinweis zum Geschmack, bei Wein Rebsorte, Anbaugebiet und ob er trocken oder lieblich ist. Mehr zu Aufbau und Texten allgemein lesen Sie im Ratgeber Speisekarte gestalten.

Mengen und Preise eindeutig angeben

Bei Getränken ist die Menge Teil des Angebots. Die IHK Dortmund fasst die Regeln für Gaststätten so zusammen: „Bei Getränken ist die zum Angebot kommende Menge zu nennen.“ Außerdem nennt sie Preisangaben mit „von bis“, „ca.“ oder „ab“ als unzulässig (IHK Dortmund: Preisangaben im Gastgewerbe). Schreiben Sie also „Pils 0,3 l“ und „Pils 0,5 l“ mit jeweils eigenem Preis, statt „Pils ab 3,50 €“.

Nach § 13 Absatz 5 der Preisangabenverordnung müssen die Preise im Preisverzeichnis „das Bedienungsgeld und alle sonstigen Zuschläge einschließen“. Ein Aufschlag für Eis, Sirup oder einen doppelten Schuss gehört deshalb als eigener Eintrag mit eigenem Preis auf die Karte.

In Sachsen verlangt § 8 Absatz 2 des Sächsischen Gaststättengesetzes: Wer Alkohol ausschenkt, bietet mindestens ein alkoholfreies Erfrischungsgetränk an, das nicht teurer ist als das preiswerteste alkoholische Getränk; verglichen wird auch auf Basis des Literpreises. Andere Bundesländer haben ähnliche Regeln. Gerade deshalb lohnt sich die eigene Kategorie für alkoholfreie Getränke.

Hinweis: Diese Seite fasst öffentlich zugängliche Quellen zusammen und ersetzt keine Rechtsberatung. Für Preise, Mengen und Kennzeichnung auf Ihrer Karte sind Sie als Betrieb verantwortlich. Im Zweifel fragen Sie Ihre IHK oder die zuständige Lebensmittelüberwachung.

Zusatzstoffe und Allergene bei Getränken

Auch Getränke enthalten Zutaten, über die Gäste informiert werden müssen. Die Verbraucherzentrale beschreibt auf Lebensmittelklarheit, dass Zusatzstoffe in der Gastronomie kenntlich gemacht werden, etwa mit „mit Farbstoff“, „mit Konservierungsstoff“ oder „mit Süßungsmittel(n)“ (Kennzeichnung unverpackter Waren). Bei Limonaden, Colagetränken und Sirupen lohnt der Blick auf das Etikett des Lieferanten.

Für Erfrischungsgetränke mit erhöhtem Koffeingehalt, vor allem Energydrinks, gibt es einen eigenen Warnhinweis. In der Gastronomie steht er laut Lebensmittelklarheit „auf der Speise- oder Getränkekarte“; bei Kaffee und Tee darf er fehlen.

Unter den 14 Hauptallergenen finden sich einige, die bei Getränken häufig vorkommen: Milch in Kaffeespezialitäten und Sahnecocktails, glutenhaltiges Getreide im Bier, Schwefeldioxid und Sulfite im Wein, Nüsse in Likören und Sirupen. Die Kennzeichnung entsteht aus Ihren Rezepturen und den Angaben Ihrer Lieferanten.

Pflege bei wechselndem Angebot

Kaum eine Karte ändert sich so oft wie die Getränkekarte. Ein Fass ist leer, ein Gin ist ausgetrunken, im Sommer kommen Spritz-Varianten dazu, im Winter Glühwein und Punsch. Bei einer gedruckten Karte heißt das: durchstreichen, mündlich erklären oder nachdrucken.

Bei Speisekarte OnQR blenden Sie einzelne Getränke oder ganze Kategorien im Pflegebereich per Schalter aus und wieder ein. Neue Drinks legen Sie mit Name, Zutaten, Preis und auf Wunsch einem Bild an und klicken dann auf „Veröffentlichen“. Eine Happy Hour führen Sie als eigene Kategorie mit eigenen Preisen, die Sie zu Beginn einblenden und danach wieder ausblenden. Eine automatische Umstellung nach Uhrzeit gibt es nicht, ebenso keine Etiketten wie „ausverkauft“.

Jeder Eintrag hat genau einen Preis. Getränke in mehreren Größen legen Sie deshalb als getrennte Einträge an, etwa „Hauswein weiß 0,2 l“ und „Hauswein weiß 0,75 l (Flasche)“. Das entspricht ohnehin der Empfehlung, Menge und Preis immer zusammen zu nennen.

Digitale oder gedruckte Getränkekarte?

Beide Formen haben ihren Platz. Die folgende Übersicht zeigt, worin sie sich im Alltag unterscheiden.

ThemaGedruckte KarteDigitale Karte per QR-Code
Neues Getränk oder neuer PreisNachdruck oder AufkleberIm Pflegebereich ändern und veröffentlichen
Sorte ausgetrunkenStreichen oder mündlich sagenPer Schalter ausblenden
Lesbarkeit bei wenig LichtAbhängig von Beleuchtung und SchriftDas Smartphone-Display leuchtet selbst
Gäste ohne SmartphoneKein ProblemBrauchen eine Alternative
Mehrere SprachenMehr Seiten oder eigene KarteGäste wechseln die Sprache, je nach Paket
Hygiene und VerschleißKarten werden fleckig und müssen ersetzt werdenJeder Gast nutzt sein eigenes Gerät

Unabhängig von der Form schreibt § 13 Absatz 2 der Preisangabenverordnung vor, dass neben dem Eingang ein Preisverzeichnis mit den wesentlichen Speisen und Getränken angebracht wird. Viele Betriebe halten außerdem ein paar gedruckte Exemplare für Gäste ohne Smartphone bereit. Die digitale Karte ersetzt also vor allem die vielen Tischkarten, die ständig veralten.

Eigener QR-Code nur für Getränke

In vielen Bars und Cafés wird zuerst etwas zu trinken bestellt. Ein eigener QR-Code, der direkt zur Getränkekarte führt, erspart den Weg durch die Speisen. Im Pflegebereich von Speisekarte OnQR drucken Sie QR-Codes auf Wunsch je Kategorie aus, etwa einen für Getränke und einen für Speisen. Ein Logo in der Mitte des QR-Codes wird nicht unterstützt.

Sinnvolle Orte sind die Theke, Stehtische, die Terrasse und die Tische selbst. Fertige QR-Tischaufsteller gibt es auf Anfrage, im Ultimate-Paket sind fünf enthalten. Wie Sie QR-Codes gut lesbar platzieren, erklärt der Ratgeber QR-Code-Speisekarte erstellen. Für Außenbereiche mit Selbstbedienung lohnt ein Blick auf die Seite für Biergärten.

Digitale Getränkebestellung: was es gibt und was Sie bedenken sollten

Wer nach einer digitalen Getränkebestellung für Bar oder Kneipe sucht, möchte meist, dass Gäste am Tisch per Smartphone bestellen und vielleicht gleich bezahlen. Das bietet Speisekarte OnQR nicht. Die Karte zeigt Ihr Angebot, bestellt wird wie gewohnt beim Service oder an der Theke. Es gibt keine Bestell- oder Bezahlfunktion, keinen Kellnerruf und keine Anbindung an Ihre Kasse.

Falls Sie ein Bestellsystem in Erwägung ziehen, klären Sie vorab einige Punkte:

  • Kassenanbindung: Landen Bestellungen automatisch in Ihrer Kasse, oder muss jemand sie abtippen? Passt das System zu Ihrer Kasse und deren Vorgaben?
  • Personalprozess: Wer sieht neue Bestellungen, wer bringt sie an welchen Tisch, und wie werden Tischnummern zugeordnet? Was passiert in Stoßzeiten, wenn Bestellungen schneller eingehen, als die Theke mischen kann?
  • Ausgeschenkter Alkohol: Auch bei digitaler Bestellung bleibt es Aufgabe Ihres Personals, auf Alter und Zustand der Gäste zu achten.
  • Bezahlung und Kosten: Welche Gebühren fallen pro Bestellung oder Zahlung an, und wie werden Trinkgeld und getrennte Rechnungen gehandhabt?
  • Gäste ohne Smartphone: Der Weg über den Service muss weiterhin funktionieren.

Für viele kleine Betriebe reicht eine gut gepflegte digitale Karte, während die Bestellung beim Personal bleibt. Worin sich Web-Karten und Apps unterscheiden, lesen Sie im Ratgeber Digitale Speisekarte: App oder Web-Karte?

So kommt Ihre Getränkekarte online

Sie buchen ein Paket und schicken uns Ihre aktuelle Karte mit Mengen und Preisen, dazu Allergene und Zusatzstoffe je Getränk, Ihr Logo und auf Wunsch Bilder. Wir richten die Karte nach Ihren Kategorien ein, Sie prüfen den Prototyp und geben ihn frei. Online ist die Karte in der Regel 5–7 Arbeitstage, nachdem alle Inhalte vorliegen. Danach pflegen Sie Getränke und Preise selbst.

Das Standard-Paket umfasst bis zu 50 Einträge, Getränke zählen dabei mit. Professional hat keine Begrenzung. Führen Sie eine große Wein- oder Spirituosenauswahl, zählen Sie Speisen und Getränke am besten vorab zusammen. Alle Leistungen im Vergleich finden Sie bei den Paketen und Preisen.

Preise

Drei Pakete, eine Lösung.

Standard
37,99 €/Monat
Für kleine Restaurants & Cafés.
  • Einrichtung + Design
  • Bis zu 50 Speisen & Getränke
  • QR-Code generiert
  • Subdomain inklusive
  • Mobil angepasst
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Ultimate
99,99 €/Monat
Mehrsprachig + Tischaufsteller.
  • Alles aus Professional
  • Unbegrenzte Sprachen
  • 5 QR-Tischaufsteller inklusive
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Alle Preise sind Endpreise inkl. MwSt. und werden monatlich im Voraus über Stripe abgerechnet. Ohne Mindestlaufzeit, kündbar mit einer Frist von einem Monat zum Monatsende. Die Pakete richten sich ausschließlich an Gastronomie- und andere Gewerbebetriebe, nicht an Verbraucher. Es gelten unsere AGB.

FAQ

Häufige Fragen zum Thema.

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