Ratgeber

Digitale Speisekarte als App, Web-Karte oder PDF – der Vergleich

Wer eine digitale Speisekarte-App sucht, braucht meist gar keine App zum Herunterladen. Hier sehen Sie, worin sich App, Web-Karte und PDF unterscheiden und worauf es bei der Auswahl ankommt.

Von Marcel Schönfelder · Stand: 28.09.2026

Was ist eine digitale Speisekarte?

Eine digitale Speisekarte zeigt Ihr Angebot auf einem Bildschirm statt auf Papier – in der Regel auf dem Smartphone Ihrer Gäste. Der Gast scannt einen QR-Code am Tisch, an der Theke oder am Eingang und sieht Gerichte, Preise und Hinweise zu Allergenen. Bestellt wird weiterhin wie gewohnt beim Service, sofern die Karte keine eigene Bestellfunktion hat.

Der Begriff „App“ sorgt dabei oft für Verwirrung. Viele Angebote heißen „digitale Speisekarte App“, obwohl Ihre Gäste gar nichts installieren müssen. Gemeint ist dann meist eine Internetseite, die im Browser läuft, oder die Verwaltungsoberfläche, in der der Betrieb seine Karte pflegt. Bevor Sie Angebote vergleichen, lohnt sich deshalb ein Blick darauf, welche Variante tatsächlich dahintersteckt.

Auch „Online-Speisekarte“ wird unterschiedlich verwendet: Manche meinen damit die Karte auf der eigenen Website, andere eine Karte, die Gäste vor Ort per QR-Code öffnen. Technisch ist beides oft dasselbe – eine Seite mit fester Internetadresse, die sich am Handy und am Computer aufrufen lässt.

App, Web-Karte oder PDF – die drei Varianten

Native App zum Herunterladen

Eine native App wird aus dem App-Store des Smartphones installiert. Sie kann mehr als eine Karte: Häufig gehören Bestellen, Bezahlen, Bonusprogramme oder Push-Nachrichten dazu. Für den Gast heißt das aber: App suchen, herunterladen, oft ein Konto anlegen – und das für einen einzelnen Restaurantbesuch.

Für den Betrieb ist eine eigene App aufwendig. Sie muss für mehrere Betriebssysteme gebaut und bei jedem System-Update gepflegt werden. Sinnvoll ist das vor allem dort, wo Gäste immer wieder bestellen und die App tatsächlich behalten.

Web-Karte im Browser

Die Web-Karte ist eine Internetseite, die für Smartphones gebaut ist. Der QR-Code enthält ihre Adresse, die Kamera des Handys erkennt ihn, und die Karte öffnet sich im Browser. Der Gast muss nichts installieren und sich nirgends anmelden.

Der Betrieb ändert die Inhalte in einem Pflegebereich, der gedruckte QR-Code bleibt gleich. Manche Anbieter nennen so eine Lösung „Web-App“ – für Ihre Gäste ist es trotzdem einfach eine Seite im Browser.

PDF hinter einem QR-Code

Die einfachste Variante: Sie stellen Ihre bestehende Karte als PDF-Datei online und erzeugen einen QR-Code, der auf diese Datei zeigt. Das kostet wenig, ist am Handy aber oft mühsam. Eine Seite im Format A4 muss der Gast vergrößern und hin- und herschieben, große Dateien mit Fotos laden im Mobilfunknetz langsam.

Jede Änderung heißt: Datei neu erstellen, neu hochladen und prüfen, ob der QR-Code noch auf die richtige Adresse zeigt. Wie das im Einzelnen geht und wo die Fallen liegen, lesen Sie im Ratgeber QR-Code-Speisekarte erstellen.

MerkmalNative AppWeb-KartePDF hinter QR-Code
Zugang für GästeApp herunterladen, oft mit KontoQR-Code scannen, Karte öffnet im BrowserQR-Code scannen, Datei öffnet sich
Lesbarkeit am Smartphonefür kleine Bildschirme gebautfür kleine Bildschirme gebautZoomen und Schieben nötig
Änderungenje nach App, im System des Anbietersim Pflegebereich, danach direkt onlineneue Datei erstellen und hochladen
Typische ZusatzfunktionenBestellen, Bezahlen, BonusprogrammAllergene, Filter, Sprachen; je nach Anbieter auch Bestellungkeine
Aufwand für den Betriebhoch, durch Entwicklung oder Lizenzgering bis mittel, meist Monatsbeitraggering, aber viel Handarbeit bei Änderungen

Speisekarte OnQR ist bewusst eine Web-Karte. Ihre Gäste brauchen keine App, keine Anmeldung und müssen nichts installieren. Eine Bestellfunktion bieten wir nicht an – warum das kein Versehen ist, steht weiter unten bei den Grenzen.

Was Gäste und Betrieb von einer digitalen Karte haben

Für Ihre Gäste

  • Die Karte öffnet sich nach dem Scan direkt, ohne App-Store und ohne Registrierung.
  • Text und Preise sind für den Handybildschirm gesetzt, niemand muss in ein PDF hineinzoomen.
  • Allergene und Zusatzstoffe stehen am Gericht, eine Legende erklärt die Kennzeichnung.
  • Wer vegetarisch oder vegan isst, kann die Karte entsprechend filtern.
  • Gäste aus dem Ausland wechseln die Sprache, wenn Sie die Karte mehrsprachig anbieten.

Für Ihren Betrieb

Pflege: Preise steigen, ein Gericht fällt weg, der Mittagstisch wechselt. Bei der Papierkarte heißt das neu setzen, neu drucken und alte Karten entsorgen. Bei einer Web-Karte ändern Sie den Eintrag im Pflegebereich und veröffentlichen ihn, der QR-Code auf dem Tisch bleibt derselbe.

Druckkosten: Für Änderungen an der Karte fallen keine Druckkosten mehr an. Gedruckt wird nur noch der QR-Code, etwa auf einem Tischaufsteller. Ob Sie die Papierkarte ganz abschaffen oder für einzelne Gäste behalten, entscheiden Sie selbst.

Allergene: Auch bei loser Ware, also etwa im Restaurant, müssen Gäste sich über die 14 Hauptallergene informieren können – schriftlich, zum Beispiel auf der Speisekarte, oder unter bestimmten Bedingungen mündlich. Das erklärt die Verbraucherzentrale auf Lebensmittelklarheit. Auf einer digitalen Karte sind die Angaben am Gericht hinterlegbar und nach einer Rezeptänderung schnell angepasst. Für die Richtigkeit bleibt der Betrieb verantwortlich; dieser Ratgeber ersetzt keine Rechtsberatung.

Sprachen: Eine mehrsprachige Papierkarte ist teuer im Druck und muss bei jeder Preisänderung in allen Sprachen neu gedruckt werden. Digital wechseln Gäste die Sprache auf der Karte. Die Übersetzungen werden von Hand gepflegt – bei Speisekarte OnQR übernehmen wir sie auf Wunsch. Wie Sie Kategorien, Beschreibungen und Kennzeichnungen sinnvoll aufbauen, zeigt der Ratgeber Speisekarte gestalten.

Worauf Sie bei der Auswahl achten sollten

Diese Fragen sollten Sie jedem Anbieter stellen, bevor Sie sich festlegen:

  • App-Zwang: Müssen Gäste etwas herunterladen oder ein Konto anlegen? Jede zusätzliche Hürde am Tisch macht es wahrscheinlicher, dass Gäste doch nach der Papierkarte fragen.
  • Pflege selbst: Können Sie Preise, Gerichte und Allergene selbst ändern, oder müssen Sie jede Änderung beauftragen? Kostet eine Änderung extra?
  • Kosten und Laufzeit: Gibt es eine Einrichtungsgebühr? Wie lange ist die Mindestlaufzeit, wie lang die Kündigungsfrist? Sind die genannten Preise Endpreise inklusive Mehrwertsteuer?
  • Datenschutz und Tracking: Setzt die Karte Cookies, bindet sie Werbe- oder Statistikdienste ein? Ihre Gäste möchten die Karte lesen und nicht erfasst werden.
  • QR-Code nach der Kündigung: Wohin führt der gedruckte Code, wenn Sie den Vertrag beenden? Zeigt er auf eine Adresse des Anbieters, ist die Karte danach in der Regel nicht mehr erreichbar. Fragen Sie auch, ob Sie Ihre Inhalte vorher exportieren können.
  • Bestellfunktion ja oder nein: Brauchen Sie wirklich Bestellen und Bezahlen am Tisch? Das verändert die Abläufe im Service und hängt meist an Kasse und Zahlungsanbieter. Wenn Sie vor allem eine aktuelle Karte zeigen möchten, bleibt eine reine Karte übersichtlicher.

Hinweis: Bei Speisekarte OnQR läuft Ihre Karte unter einer Subdomain von uns. Nach Vertragsende wird sie abgeschaltet, der QR-Code führt dann nicht mehr zu Ihrer Karte. Auf Wunsch exportieren wir Ihre Inhalte vor Vertragsende. Einen Betrieb auf Ihrer eigenen Domain oder Ihrem eigenen Server können wir gesondert vereinbaren.

Für die Karte selbst gilt bei uns: keine Cookies, kein Tracking, keine Formulare. Einrichtungsgebühr und Mindestlaufzeit gibt es nicht, gekündigt wird mit einer Frist von einem Monat zum Monatsende.

Grenzen: was eine reine Karte nicht kann

Eine Web-Karte wie Speisekarte OnQR ist eine Karte zum Ansehen. Gäste können darüber nicht bestellen und nicht bezahlen, es gibt keinen Kellnerruf und keine Tischreservierung. Eine Anbindung an Ihre Kasse gibt es ebenfalls nicht: Preise pflegen Sie im Pflegebereich, nicht im Kassensystem.

Auch einige Komfortfunktionen fehlen: Die Karte stellt nicht automatisch nach Uhrzeit um, etwa auf den Mittagstisch oder eine Happy Hour. Stattdessen blenden Sie Kategorien und einzelne Gerichte per Schalter ein und aus. Aufpreis-Optionen zum Anklicken, Etiketten wie „ausverkauft“ und Statistiken über Aufrufe gibt es nicht. Und das Smartphone braucht eine Internetverbindung, offline lässt sich die Karte nicht öffnen.

Wenn Sie eine Bestell-App mit Kassenanbindung suchen, ist Speisekarte OnQR nicht das Richtige. Wenn Ihr Service weiter am Tisch aufnimmt und Sie vor allem eine aktuelle, gut lesbare Karte möchten, passt eine reine Web-Karte.

So funktioniert Speisekarte OnQR

Speisekarte OnQR richtet sich an Gastronomie- und andere Gewerbebetriebe, vom Restaurant über das Café bis zum Imbiss. Anbieter ist Marcel Schönfelder, Schönfelder EDV, aus Dresden.

Ablauf

  1. Sie buchen ein Paket.
  2. Wir besprechen die Inhalte. Sie liefern Ihre Karte mit Preisen (PDF, Excel oder Foto), die Allergene und Zusatzstoffe je Gericht, Ihr Logo und auf Wunsch Bilder.
  3. Wir richten die Karte mit Ihrem Namen, Ihrem Logo und einer Akzentfarbe ein und erstellen einen Prototyp.
  4. Sie geben den Prototyp frei, danach folgt eine Testphase.
  5. Die Karte geht online – in der Regel 5–7 Arbeitstage, nachdem alle Inhalte vorliegen.

Danach ändern Sie Ihre Karte selbst im Pflegebereich, so oft Sie möchten und ohne Aufpreis. Den QR-Code drucken Sie dort aus, auf Wunsch auch je Kategorie, etwa für eine digitale Getränkekarte an der Bar.

Pakete

  • Standard, 37,99 € im Monat: Einrichtung und Gestaltung, bis zu 50 Speisen und Getränke, QR-Code, Subdomain, für Smartphones angepasst.
  • Professional, 59,99 € im Monat: alles aus Standard, dazu unbegrenzte Speisen und Bilder sowie Prioritäts-Support.
  • Ultimate, 99,99 € im Monat: alles aus Professional, dazu unbegrenzte Sprachen und 5 QR-Tischaufsteller.

Alle Preise sind Endpreise inkl. MwSt., ohne Mindestlaufzeit, kündbar mit einem Monat zum Monatsende, nur für Gewerbe; es gelten unsere AGB. Eine Einrichtungsgebühr gibt es nicht, die Zahlung beginnt mit der Buchung. Fragen beantworten wir innerhalb der Servicezeiten (Mo–Fr 8–18 Uhr) werktags in der Regel binnen 24 Stunden.

Welches Paket zu Ihrem Betrieb passt, sehen Sie im Überblick der Pakete.

Preise

Drei Pakete, eine Lösung.

Standard
37,99 €/Monat
Für kleine Restaurants & Cafés.
  • Einrichtung + Design
  • Bis zu 50 Speisen & Getränke
  • QR-Code generiert
  • Subdomain inklusive
  • Mobil angepasst
Jetzt buchen →
Ultimate
99,99 €/Monat
Mehrsprachig + Tischaufsteller.
  • Alles aus Professional
  • Unbegrenzte Sprachen
  • 5 QR-Tischaufsteller inklusive
Jetzt buchen →

Alle Preise sind Endpreise inkl. MwSt. und werden monatlich im Voraus über Stripe abgerechnet. Ohne Mindestlaufzeit, kündbar mit einer Frist von einem Monat zum Monatsende. Die Pakete richten sich ausschließlich an Gastronomie- und andere Gewerbebetriebe, nicht an Verbraucher. Es gelten unsere AGB.

FAQ

Häufige Fragen zum Thema.

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